Bericht Ostsee Segeltörn im Juni von unserem Bbr. Pyro

Unser Bundesbruder Pyro ebenfalls korporiert bei der Freien B! Germania zu Iserlohn war mit seinen dortigen Bundesbrüder Aristarchos, Nemo und einem nichtkorporierten Felix auf der Ostsee und der Schlei unterwegs. Wir möchten Euch den Bericht natürlich nicht vorenthalten

Ostsee Segeltörn im Juni

„Leinen los“ lautete das Kommando vom Skipper Pyro an seine Crew (Aristarchos, Nemo und Felix). Das war der Beginn einer fünftägigen Seereise durch die Ostsee mit einer 38 Fuß langen Dehler 38 Segelyacht, Namens Janine.
Start der 121 Seemeilen langen Reise war in Flensburg. Es ging zwischen der dänischen und der deutschen Küste bei schwachem Wind, sehr ruhiger See und viel Sonne zum ersten Ziel, dem Sporthafen Gelting-Mole. Nach einer Stärkung am Abend aus der Bordeigenen Küche konnten wir entspannt den ersten Abend ausklingen lassen. Am nächsten Morgen ging es in Richtung Flensburger Förde, vorbei am Leuchtturm Kalkgrund. Der Wind war recht schwach und so wurde ein längerer Kurs (kreuzen) gewählt. Auf dem Weg wurde über Funk eine Mitteilung der Marine durchgegeben. Es fand eine Schießübung in einem gesperrten Bereich statt. Wir haben kurz geprüft, ob dies auf unserer Route liegt und haben dann die Fahrt fortgesetzt. An Maasholm vorbei haben wir am Nachmittag in der Bucht „Wormshöfter Noor“ den Anker fallen lassen. Hier erwartete uns eine sehr ruhige Umgebung und ein herrlicher Blick auf einen Sonnenuntergang.

Vor Anker in der Bucht „Wormshöfter Noor“

Das Nächste Ziel war der südlichste Teil der Route. Es ging auf zum Ostseebad Strande, einem kleinen Ort, gelegen an der Kieler Außenförde. Auf der Fahrt wurden überraschenderweise plötzlich ein Fenderpaar von unserem Skipper über Bord geworfen. Wir haben das Boot sofort durch den Wind gedreht und im Beiliegen die Fender wieder aus dem Wasser geborgen. Mit diesem Manöver haben wir „MOB“ – Mann über Bord geübt. Nach ein paar Durchgängen, in denen jeder eine andere Aufgabe bei der Rettung übernommen hatte ging es weiter. Angekommen in der Kieler Außenförde konnten wir das Marinedenkmal Laboe, sowie das ausgestellte U-Boot U 955 durch das Fernglas erkennen. Zu unserer rechten Seite konnten wir ein Regattatraining mit mehreren Jollen und einem Trainer auf einem Schlauchboot beobachten.

In Strande haben wir die Stadt zu Fuß erkundet. Am nächsten Morgen ging es beim Auslaufen aus Strande nun gegen den Wind. Die See bäumte sich mit 1,5 m hohen Wellen gegen uns auf und die Yacht ging auf und ab. Nun konnten wir erstmals auf der Reise nach einem Kurswechsel und Setzen des Segels den vollen Wind mit bis zu 8 kn Fahrt ausnutzen. Vorbei am Kieler Leuchtturm ging es zum Zielhafen Olpenitz, einem ehemaligen Marinestützpunkt, welcher nun baulich mit vielen Ferienhäusern und Wohnungen dem Gelände des Phoenixsees in Dortmund ähnelt. Irgendetwas fehlte uns hier an dem Ort und so beschlossen wir, ohne angelegt zu haben nach Maasholm aufzubrechen. In Maasholm festgemacht haben wir den Ortskern des kleinen idyllischen Fischerdorfs genossen. Am letzten Seetag ging es mit gutem Wind wieder durch die Flensburger Förde am Leutturm Kalkgrund vorbei zurück nach Flensburg. Hier konnten wir mit einer Erkundungsfahrt durch den Flensburger Hafen die Reise beenden. Es war ein sehr schöner Segeltörn.

Nemo, Felix, Aristarchos, Pyro


Quelle: https://map.openseamap.org/ – Route 121 Seemeilen