Kryptos Besuch bei der Stuttgarter Burschenschaft Arminia

Die Aktivitas wurde von der Burschenschaft Arminia als Gast eingeladen, einer Mensur beizuwohnen. Die Einladung erfolgte direkt über den Paukant Marc. Dieser musste in der Gegend von Aalen ein Pflichtpraktikum für sein Studium absolvieren und auf die Anfrage seines Bundes stellten wir ihm sehr gerne für diese Zeit ein Zimmer zur Verfügung. Über die drei Wochen haben sich die Hausbewohner sehr gut mit Marc verstanden. Daraufhin ist eine Freundschaft und auch die Einladung zur Mensur entstanden. Diese Möglichkeit erhält man nicht alle Tage als nichtschlagender Bund und meiner Meinung nach sollte jeder Bursche bei uns in der Verbindung solch eine Ereignis wahrnehmen, damit jeder sich seine eigene Meinung zu dieser Tradition bilden kann.

Somit brach ich am 21.08.2020 leider als einziger Aktiver der FtV Hohenstaufen auf, um dieser Einladung zu folgen. Das Haus der Arminia befindet sich in Stuttgart im Stadtteil Bopser nahe dem Teehaus. Nicht nur vom Teehaus, auch vom Haus der Arminia hat man einen atemberaubenden Blick über Stuttgart. In direkter Nähe hat die Landsmannschaft Borussia i.C.C. und die Burschenschaft Ulmia ihr Haus. Mit einem guten Wurfarm kriegt man das ein oder andere Glas auf den Dächern der Verbindungen getrümmert.

Auf dem Haus angekommen machte mir Marc die Tür auf und ich begrüßte ihn mit einem Bierjungen!, welcher natürlich direkt hängte. Nachdem wir diesen BJ ausgetrunken hatten (er leider alkoholfrei, da vor der Mensur einige Zeit nicht getrunken werden darf), zeigte er mir das ganze Haus. Das Haus hat 13 Zimmer, eine große und eine kleine Kneipe – die große Kneipe ist fast doppelt so groß wie der Grundriss unseres Hauses und die kleine Kneipe fasst eine Fläche von unserer Kneipe + Küche – einen Paukkeller und viele weitere Räumlichkeiten. Des Weiteren durfte ich ein Blick in die „Katakomben“ werfen. Dies war früher ein Tunnelkomplex, indem die verschiedenen Verbindungshäuser verbunden waren. Leider musste man ein Teil verschließen, da der ein oder andere Tunnel bereits zusammengefallen war, jedoch ist es dort wohl temperiert.

Am ersten Abend gab es eins der besten Schaschliks, die ich je gegessen habe. Diese hat Arthur gemacht und es war einfach schön saftig und würzig. Allgemein konnte ich mich über die Verpflegung an dem Wochenende nicht beschweren, denn dort weiß man, wie man Fleisch zubereitet. An dem Abend folgten noch der ein oder andere Tassentanz und die Erinnerungen trübten sich immer weiter ein.

Der darauffolgende Tag ging bereits um 09:00 Uhr los, da ein jeder sich für die Mensur herrichten musste. Mir wurde geraten, nichts Rotes an meinem Körper zu tragen, da es so Brauch ist. Dies liegt daran, dass die rote Farbe an Blut erinnert und man keinem Paukanten einen Schmiss wünscht. Um kurz vor 10 fand ich mich mit den Farbenbrüder der Arminia auf dem Haus der Burschenschaft Ulmia ein. Zu meinem Glück waren es nur 50 Meter Fußmarsch an diesem Morgen. Natürlich wurde vor dem Fußmarsch noch ein schnelles getrunken. Die Partie begann um 10:00 Uhr und es folgten 30 Durchgänge mit jeweils 5 Hieben. Was an diesem morgen vorgefallen ist, kann ich gerne in einem persönlichen Gespräch erzählen, jedoch werde ich es nicht in diesem Bericht erwähnen. Aufgrund des Wetters konnte die Partie nicht im freien ausgetragen werden. Ich konnte mir jedenfalls ein gutes Bild und eine eigene Meinung vom studentischen Fechten bilden.

Zum Nachmittag hin gab es Schweinesteaks – wieder überragend gemacht – mit diversen Beilagen. Ich hatte viele tolle Gespräche mit diversen Leuten und Bünden vor Ort und habe auch die unterschiedlichen Bräuche kennenlernen dürfen. Am Abend erfolgte die Mensurkneipe, jedoch legte mir Gambrinus einen Schleier vor die Augen. Somit habe ich kaum Erinnerungen zu diesem Abend.

Alles in einem kann ich von einem sehr interessanten, lehrreichen und großartigen Wochenende sprechen. Ich freue mich auf das nächste Wiedersehen mit den Mitgliedern der Stuttgarter Burschenschaft Arminia und bis dahin allen ein Schmolles.

Mit schwarz-silber-grünen Grüßen

Pawel Kansik v/o Krypto Z! FM, XXX